Alte Herren Saison 09/10
RSC - SV 1893/1909 Borbeck 0:1 (0:0)19.06.2010
In letzter Minute. Das Leben kennt keine Gnade.

Die Zeiten werden härter: Vier Beine, drei Stutzen.
Die Herren Schneider und Welzel beweisen Solidarität.
"In letzter Minute" suggeriert gemeinhin "Rettung". Diese hätte vor kurzem für unser ehemaliges Staatsoberhaupt z.B. darin bestehen können, im letzten Moment doch noch zu erkennen, dass letztlich richtig verstanden zu werden, der falsche Grund zum richtigen Rücktritt ist. Die Großchance spätestens in der Nachspielzeit, die Wiederbewaffnung in den 1950er Jahren als Fehler zu bezeichnen, ließ Chancentod Hotte erwartungsgemäß ebenso ungenutzt. Zugegeben, es gibt Beispiele mit größerer Relevanz, denn in spätestens drei Jahren nämlich wird 50% der von RTL in der Fußgängerzone Befragten zum Namen "Köhler" eh nur noch "Außenstürmer von Eintracht Frankfurt" einfallen. Außerdem bleibt "die Rettung in letzter Minute" gemeinhin eh fraglich. Auch wenn, wie längst überfällig, ein zeitnah ins Leben gerufener internationaler Ethik-Gerichtshof anordnet, das gesamte Vermögen der BP unverzüglich und unwiederbringlich in internationales Volkseigentum zu überführen, wird´s die Küsten Floridas und Louisianas auch nicht mehr retten. Allerdings hatte diese der Lord eigentlich sowieso nur für Sumpfkrokodile und sich austobende Wirbelstürme und nicht zur Bebauung vorgesehen. Aber was schert, dass schon größenwahnsinnige Südstaatler, stets die eigene Freiheit und nicht die der anderen im Visier der hauseigenen Flinte. Was wiederum überleitet dazu, endlich einmal Verwunderung darüber auszudrücken, dass sich hierfür regelmäßig aufdrängende, neoliberale Stammtischpopulisten (Westerwelle) und Symbole des Klassenfeindes (Ackermann) sich nicht allmählich wieder häufiger in vorübergehend angemieteten Hochhauswohnungen wieder finden, mit Medien wirksamen Schildern um den Hals vor einer Videokamera sitzend, um öffentlich irdische Abbitte zu leisten. Wäre bestimmt vorüber gehend Platz 1 bei you.tube. Noch vor Lena. (Wer war das eigentlich noch mal…?). - Bei der WM hätte es dagegen schon göttlichen Beistandes bedurft, um das Unheil "in letzter Minute" abzuwenden und Podolski am Freitag gegen das Auswahlkollektiv Serbiens doch noch zum Einlochen zu verhelfen. Oder aber den spanischen Kartenmann mit einem vorüber gehenden Schwächeanfall ab, sagen wir mal, Spielminute zwölf "nachhaltig" aus dem Verkehr zu ziehen. Kolumbianische Mittelfeldspieler haben schon aus weitaus geringerem Anlass ihr letztes Spiel gespielt, um bei der Sportart zu bleiben. - Wie gnadenlos das Leben sein kann, führte allen Beteiligten dann auch das Ende der heutigen Partie vor Augen. Die letzte Spielminute war angebrochen, als der Unerbittliche sich für Spielkontrolle statt Köttelbecke entschied. Entsprechend landete sein Klärungsversuch bei einer Borbecker Offensivkraft, die den Ball in den Fünfer flankte, wo Betti auf Torsicherung bedacht, die Abseitsstellung des Torschützen aufhob. Anschließend ließ der als Gegenpart zum Länderspielmann auftretende und Großherzigkeit demonstrierende Unparteiische zwar noch einmal anstoßen, um aber keine drei Sekunden später zum finalen Pfiff des Tages anzusetzen. Zuvor waren die Gäste konditionell stärker und präsentierten sich als durchaus Ball sicheres, wenn auch phasenweise etwas unentspanntes Ensemble. So geht der Sieg letztlich in Ordnung, auch wenn es mit kontrollierter Defensive auf grün-weißer Seite gelang, echte Torchancen des Gegners auf ein Minimum zu reduzieren. Den Pfostentreffer in der 62. lassen wir jetzt mal außen vor. Für Trübsal blieb jedoch keine Zeit und fast schon bewundernswert gelang es der Mannschaft, sich keine fünf Sekunden nach Abpfiff auf das Wesentliche zu besinnen. Des Baumeisters sechstes Lebensjahrzehnt hatte vor kurzem begonnen, was es mit Pils und Grillgut zu würdigen galt. Auch Hansi, nach einem Querpass unmittelbar vor der Torlinie des Gegners (37.), sowie der Lange, nach dem Umfaller des Tages (73.), zeigten sich rasch gut erholt und ganz entspannt im Hier und Jetzt. Das lässt hoffen für das Spiel gegen Ghana.
Heute im Walpurgistal am Ball: O.Neumann, Hildebrandt (59.Klein), Bettendorf, Büser, Oberheiden (30.Dorok), Welzel (54.Brott), Brott (25.Heimbach), Reinhardt, C.Neumann, P.Günster (63.St.Schneider) & A.Günster.
Fanblock: Gerd, Manni, Schreiber und Jule. - Tor: 0:1 (80.) aus zwei Metern.

Prost. Der Bondscoach reguliert seinen Flüssigkeitshaushalt, Sepp "der Baumeister" versucht dem beginnenden sechsten Lebensjahrzehnt irgendwie das Beste abzugewinnen, Manni S. aus E. wissend: "DAS wird kein Zuckerschlecken!"
Autor: M.L.
05.06.2010
Simply irresistible! - Der unwiderstehliche Peter Günster
Sie machten heute den Unterschied: Man of the Match, Peter Günster,
und Schnapper "die Wand" Buchwald, von dem leider kein aktuelles Foto vorliegt.
Schlechter war der Gegner eigentlich nicht. Doch so kann´s gehen. Hinten steht die Null, vorne beträgt die Chancenauswertung 71,4 %, sieben Mal vor dem Tor, fünf Buden. Und sie machten heute den Unterschied: Schnapper Buchwald als unüberwindliche Wand zwischen den Pfosten und der unwiderstehliche Peter G. als Vollstrecker vorne. Stolz unterrichtete er den Capitano am nächsten Tag am Telefon von seinen Heldentaten ("Hömma Pico, hasse schon gehört? …"). Zu Recht! - Den Anfang machte jedoch ein anderer. Hansi "the Hammer" Dorok packte gleich in der ersten Minute die Klebe aus und versenkte die Kugel im Netz. Der Schreiber zog sich gerade noch um, der beim Warmmachen erneut auf seine Wade hörende Ackermann war Bier holen. Es sei irgendwie ein Schuss mit gleichzeitigem Umfallen gewesen, berichteten die Sportkameraden in der Pause. Da hatte das 1:0 immer noch Bestand. Die Gäste hatten sich, angetrieben von "Ex-Profi" Mino Cadornini im Mittelfeld, stets um den Ausgleich bemüht, waren jedoch mit ihrer besten Möglichkeit an "der Wand" zwischen den RSC-Pfosten gescheitert. Bei lecker warmen Temperaturen, weiterhin wolkenlosem Himmel und auf einem an maltesische Bolzplätze aus den frühen 1970ern erinnernde Betonfläche als Untergrund hatte der RSC auch in der zweiten Hälfte die bessere Ordnung in der Defensive. 52 Minuten waren gespielt, da kam die Kugel aus der Tiefe der eigenen Hälfte zum an der Mittellinie schwitzenden Sturmtank, der direkt (d.h. nach erfolgreichem Versuch der Ballkontrolle) nach links zu Peter G. weiterleitete. Seine große halbe Stunde war gekommen. Von der Mittellinie aus startend und schneller als die aus dem Zentrum rausrückenden Union-Abwehrrecken zog er unwiderstehlich davon und vollendete die Aktion mit einem satten Flachschuss ins rechte Eck. Sechs Minuten später wartete dieselbe Ecke dann erneut auf seinen Einschlag. 3:0. In der 63. Minute: Freistoß für Grün von der linken Außenbahn. Da der Ball ruhte, brachte Eisenfuß Heimbach die Kugel auch einmal zielgenau in den Strafraum, wo sie von des nunmehrigen Dreifachtorschützens Kopf und durch die Fangarme des Union-Keepers flutschend über die Linie trudelte. Nichtsdestotrotz versuchten die Gäste auch in der so verlaufenden zweiten Hälfte zum Torerfolg zu kommen. Doch Bettis Abwehrorganisation klappte gut und was dennoch durchkam, hielt Buchwald auch im zweiten Abschnitt prächtig. Sieben Minuten vor dem herbei gesehnten Ende legte der Schreiber im Schatten der Bäume auf der Bahndammseite weilend, den Ball dem Langen in den Lauf, der sich, stets nur eine Richtung kennend ("geh´ Spitze!"), hurtig aufmachte und das Spielgerät in den Gästestrafraum bugsierte. Wer anderes am heutigen Tag als Peter G. wandte sich anschließend an seinem Gegenspieler vorbei und zog aus sechs Metern ab ins linke Eck. 5:0. Wenig später war die allzeit faire Hitzeschlacht vorbei. Anschließend weigerte sich der Sturmtank Einen auf die Insolvenz seiner Roten zu geben. Schade eigentlich. Immerhin hatte es voller Rücksichtnahme keiner gewagt, "so ein Tag, so wunderschön wie heute" zu intonieren. Reine Selbstbeherrschung.
Mit einer Chancenauswertung von 71,4 % ausgesprochen effektiv zeigten sich heute im Walpurgistal: Buchwald, Harwardt, Bettendorf, Oberheiden, Heimbach (Brott), Langenbach (ab 5.), Schlepper, P.Günster, Dorok (Heimbach), Welzel & T.Schneider. - Fanblock: Gerd, Manni, Jürgen und der gezerrte Ackermann.
Tore: 1:0 (1.) Dorok unter die Latte, 2:0 P.Günster (52.) Konter-Solo über´s halbe Feld und anschließender Flachschuss nach Zuspiel von T.Schneider an der Mittellinie, 3:0 (58.) P.Günster wieder flach ins rechte Eck, 4:0 (63.) P.Günster per Kopf nach Freistoß von Heimbach von links, 5:0 (73.) P.Günster, dieses Mal am Torwart vorbei flach ins linke Eck, nach Zuspiel von Welzel in den Strafraum.
Bester Union-Mann heute im Walpurgistal: Mino Cadornini
Autor: M.L.
29.05.2010
Die Rückkehr zur wohltuenden Sachlichkeit: Schlepper zu Schneider. Tor.
Die Zeichen standen nicht allzu gut vor Spielbeginn. Der Eisenfuß hatte sich nach Fahrradpanne mit letzter Kraft zur Platzanlage geschleppt, der Schiedsrichter ging von einem halbstündig späteren Anstoß aus, sodass die punktgenau aufgebaute Spannung ins Leere ging, und Stefan Hinz, der sich netterweise bereit erklärt hatte heute den Kasten zu hüten, saß zehn Minuten bevor es los ging plötzlich mit Blut überströmter Hand an der Schuhputzwaschanlage. Eine Risswunde, deren fotografische Ablichtung die in jedem Handbuch für Medizinstudenten abgebildeten, ekeligen Hausausschläge um ein farbenfrohes Verletzungsbeispiel aus der Handchirurgie bereichert hätte, setzte ihn jäh außer Gefecht. Zum Glück wurde im Krankenhaus nichts Ärgeres diagnostiziert, außer dass er sich einmal rasieren solle. So stand Neuzugang Christian "Diego" Buchwald heute zwischen den Pfosten. Dieser hatte dann in der 21. Minute erstmals das Nachsehen als der eine Minute zuvor für den gezerrten Ackermann ins Spiel gekommene Fahrradflicker noch etwas orientierungslos die rechte Abwehrseite aus den Augen gelassen hatte. Flach neben dem Pfosten erfolgte der Einschlag zum 0:1. Überhaupt waren die in Argentinien, Lazio Rom und Celta de Vigo nachempfundenem Himmelblau angetretenen Gäste in der ersten halben Stunde die Besseren: mehr Bewegung, gepflegteres Passspiel. Echte Chancen blieben jedoch auf beiden Seiten rar gesät. Nach Wiederbeginn gestaltete sich das Gesamtgeschehen ausgeglichener, was aber im weiteren Verlauf auch daran lag, dass sich die Gäste hinsichtlich ihrer Fehlpassquote zunehmend der Heimelf annäherten. In der 60. Minute musste Christian dann zum zweiten Mal hinter sich greifen. Ein gut zu Ende gespielter Konter gegen fünf Grüne schien für eine Vorentscheidung zu sorgen. Schien. Kurz darauf wurde das Spiel dann mit 10 gegen 10 fortgesetzt. Der nach Skandalen und Eklats, wie Tätlichkeiten, Rudelbildungen und roten Karten lechzende, Privatsender verwöhnte Leser muss an dieser Stelle allerdings enttäuscht werden. Zwei profane, nahezu zeitgleiche Zerrungen zeichneten hierfür verantwortlich. Netterweise verzichteten die Gäste auf eine ihnen noch mögliche Wiedereinwechslung. In Folge dessen, und ebenso den sommerlichen Temperaturen geschuldet, ergaben sich anschließend mehr Räume. Die Fortunen suchten ihre Namensgeberin nun zunehmend in der Abwehrarbeit und der RSC wollte keine zweite Niederlage hintereinander kassieren. Danach sah es aber zunächst weiterhin aus, bis Günsters Peter zehn Minuten vor dem Ende eine Ecke von Namensvetter Plettenberg per Kopf in die Maschen wuchtete. Zwei Minuten waren noch zu spielen, als sich, in der wohltuenden sportjournalistischen Sachlichkeit der frühen 1970er formuliert, folgendes Geschehen zutrug: "P.Günster hat den Ball. Jetzt Welzel. Pass zu Schneider. Nun Schlepper. Schlepper. Schlepper. Setzt sich durch. Schneider. Tor. 2:2." Kurze Zeit später erfolgte der Abpfiff des heute in weiten Teilen arbeitslosen Unparteiischen.
Aus 0:2 ein 2:2 machten heute im Walpurgistal:
Buchwald, Hildebrandt (bis 62.), Bettendorf, Langenbach, Welzel, Oberheiden, Schlepper, Plettenberg, P.Günster, A.Günster (20.Heimbach) & T.Schneider. - Fanblock: Gerd, Bettendorf II, & HJK.
Tore: 0:1 (21.) Flachschuss von halblinks, 0:2 (60.) perfekt zu Ende gespielter Gästekonter gegen fünf Grüne, 1:2 (71.) P.Günster per Kopf nach Ecke Plettenberg, 2:2 (78.) T.Schneider, reingewuchtet aus vier Metern nach Vorarbeit und Zuspiel von Schlepper.

Schlepper
Autor: M.L.
Das befreiende Ende einer wahrlich historisch zu nennenden Serie
Am Ende schienen alle doch irgendwie erleichtert. Keiner hatte es zugeben wollen, doch der Druck hatte zuletzt nahezu unmenschliche, um nicht zu sagen Olli Kahn´sche Ausmaße angenommen. Wir haben in den Archiven der Alten Herren nachgeforscht. Seit der Reformationszeit hatte es das nicht gegeben: Acht Spiele in Folge siegreich, 146 Tage unbezwungen und ohne Punktverlust. Nur böse Zungen behaupteten, es hätte etwas mit der Gegnerwahl zu tun gehabt. - Verständlich, dass sich da Druck aufbaut. Zuletzt schmeckte aber das Pils danach schon nicht mehr wirklich. Der Abpfiff war gerade ertönt, schon kreisten die Gedanken bereits beim nächsten Spiel. Würde die Serie halten? Wie sollte man bloß mit diesem Druck, diesem wahnsinnigen Druck umgehen? Was würde geschehen, wenn sie doch eines Tages reißen würde, die Serie? - Nun kennen wir die Antwort: Das Pils schmeckt wieder besser und Fehlpässe, bevorzugt die eigenen, fühlen sich plötzlich irgendwie wieder luftig, leicht und locker an. So wie im letzten Jahr. Aber T-Shirts mit dem Aufdruck "zwischendurch mal 146 Tage unbesiegt" wären trotzdem hübsch. - Nötig war das Ende der Serie jedoch keineswegs. Alles begann damit, dass der Schreiber im Tor sich verschnappte und der vor der Bude rumlungernde Kretschi Kretschmann die Kugel aus kürzester Distanz hinein bugsierte. Ackermann drehte zwar zwei Minuten später die Zeiger wieder auf "0", in dem er einen Stroink Einwurf in Ballett artiger Schräglage aus ca. 19 Metern in den Giebel knallte, doch nach gefühlten zwanzig bis fünfundzwanzig Minuten schwand die bis dahin ebenfalls gefühlte Feldüberlegenheit allmählich dahin. Dann schnappte sich Enrigo G. den Ball für eine TuS-Ecke, knallte selbige auf den Kopf eines am langen Ende des Fünfers hochspringenden Sportkameraden in Gelb, dessen Hereingabe Kretschi Kretschmann per Fallrückzieher im Netz unterbrachte. Letztlich Spiel entscheidend dann das 1:3 in der 34. Minute: Ein Pass in die Spitze genügte, um die heimische Defensive in fahles Lichte zu tauchen. - Oder wie schreibt man das Gegenteil von "in glänzendem Lichte erstrahlen lassen" sonst?!? - Somit waren die Weichen für die zweite Hälfte gestellt: Grün-Weiß rannte an, Gelb-Schwarz stand hinten drin und lauerte auf Konter. Ähnlich voraussehbar: Beide RSC-Verteidiger suchten ihr Heil in gnadenloser Offensive, die Fußfesseln versagten und Zweitstürmer Welzel sah sich zwischenzeitlich sogar genötigt Löcher auf der linken Abwehrseite zu stopfen. Während vorne der viel zitierte letzte Pass sich einfach hartnäckig weigerte anzukommen, genügte den Gästen ein abgeschlossener Konter zum 4:1. Gudden auf Großmann, dessen unwiderstehlicher Sololauf ohne Gegenspieler in einem nicht erwarteten, finalen Flachschuss mündete, der zwischen Pfosten und dem in Halbzeit zwei das RSC-Gehäuse hütenden Bondscoach einschlug. Damit das Serienende Ergebnis mäßig nicht ganz so arg daher kam, wurden die Anschlusstreffererzielversuche dennoch nicht dran gegeben. Was folgte, war ein zweifaches den Ball über den herausstürzenden Keeper ins Tor Befördern von Sturmtank Schneider. Pass Nummer eins kam von Ballfreund Plettenberg aus der Tiefe des Raumes, nur der Mann in Schwarz und Zafer im TuS-Tor waren der Ansicht "kein Abseits". Ganz rechts, im Off der Kamerabilder, habe noch eine TuS-Defensivkraft ausgepustet… Pass Nummer zwei kam eigentlich vom Langen, doch Ackermann gab ihm per Kopf noch die entscheidende Wende. Nur noch 3:4. Doch dann war auch schon Schluss. Irgendwie war´s wahrlich kein gutes Match, aber so voll und ganz grottig nun auch wieder nicht. Und auf ein Remis hätten sich wahrscheinlich auch alle einigen können. Jedenfalls alle Grünen.
Letztlich Opfer der eigenen Spielweise wurden heute im Walpurgistal:
Langenbach (41.Oberheiden), Hildebrandt, Oberheiden (41.Langenbach), Christian Neuer (27.Bettendorf), Milo, Stroink (41.C.Neumann), Plettenberg, P.Günster, A.Günster, Welzel & T.Schneider. - Fanblock: Gerd, Manni & HDS sowie Totti und Ackermann ihre Kids. - Tore: 0:1 (9.) Kretschmenn im Nachschuss (zuvor vom Schreiber verschnappt), 1:1 (11.) A.Günster in den Giebel nach Einwurf Stroink, 1:2 (28.) Fallrückzieher Kretschmann nach weit gezogener Ecke und Kopfballvorlage, 1:3 (34.) Wicklein nach Pass in den 16er, 1:4 (69.) Großmann (unerwartet getroffen) nach Konter & "hinten alles offen", 2:4 (76.) T.Schneider (eigentlich vermutlich irgendwie Abseits) nach Pass von Plettenberg, 3:4 (79.) T.Schneider nach Pass von Welzel, Kopfballvorlage von Ackermann und zuvor nicht geahndetem Foul von Bettendorf zwecks zielgerichteter Balleroberung in der eigenen Hälfte.

Die dunkle Seite der Siegesserie: Druck Oli Kahn´schen Ausmaßes wurde aufgebaut und stand
Einigen zuletzt schon ins Gesicht geschrieben. Damit ist nun Schluss. - Dem Lord sei Dank!
(Von wegen "Planet der Affen", Ackermann!)
Autor: M.L.
08.05.2010
Die Gemütslage des Capitano Teil II

Hier das Ausmaß der für Euphorie verantwortlichen Dopaminausschüttung in der Großhirnrinde des Capitano im Verlauf der ersten 40 Spielminuten am heutigen Tag. - Zum besseren Verständnis: die rote Linie markiert den Durchschnittswert bei männlichen Probanden, gemessen 20 Minuten nach Eintreffen an der Wursttheke bei EDEKA.
Hoch motiviert erschien der Capitano auf der Platzanlage. "Scheiße, schon wieder achtzig Minuten hin und her rennen!". Keine wesentliche Verbesserung der Gemütslage trat ein, als er die Endlosliste der Abwesenden durchging. Sogar der Bondscoach war nicht zugegen. Aber immerhin: So kam es wenigstens zum Debut von Sebastian Hatting im Tor (weder HDS, noch Olli, noch der Schreiber waren da) und zu einem unerwarteten ersten Auftritt von Tottis Spezi Rune "Howie" Bratseth in der Innenverteidigung. Nach dem Anpfiff stabilisierte sich des Capitanos Stimmung dann weiter auf niedrigstem Niveau und passte sich damit der Anzahl der heraus gespielten Torchancen auf beiden Seiten an. Ganz im Gegensatz zum inflationären Höhenflug der Fehlpassquote in den ersten vierzig Minuten. Positiv zu vermerken war allein: die Null stand. Nachdem Nobbys obligatorischer Vorwärtsdrang durch eine frühe Verletzung rasch im Keim erstickt wurde, benötigte Betti nur noch für Didinho eine elektronische Fußfessel, um ihn vom gegnerischen Strafraum fernzuhalten. Auch der nach seiner letzten gelben Karte geläutert erscheinende Manni musste nach zehn Minuten passen, was Hansi in der 10. Minute jäh von der Stange auf die Asche bugsierte. - Kommen wir am besten direkt zur zweiten Hälfte. In der 62. Minute brachte der nach Korrespondentenberichten erste vernünftige Angriff des Spiels prompt die Führung. Pico und Günster II. leiteten die Kugel gekonnt zu Laber, der aus sieben Metern einlochte. Die im Wesentlichen auf einem 2-Meter-Mann in der Defensive, einem der Ü25 entliehenen Dauerrenner und einem Ballfreund basierenden Gästebemühungen um einen eigenen Torerfolg wurden jedoch schon kurze Zeit später belohnt. Ausgleich per Kopf nach einer Ecke, hieß es im Live-Ticker kurz und knapp. Christian N. meinte, sie hätten eigentlich noch zwei weitere machen müssen. Haben sie aber nicht. Auf der Gegenseite standen Laber und Günster II. ihrerseits auch nur Pfosten und Latte im Weg. Als sich alles schon seelisch auf ein Unentschieden eingestellt hatte, ergab sich die letzte Chance des Spiels durch einen Freistoß. 18 Meter vor dem Gästekasten war Peter G. auf die Asche geschickt worden. Hansi zwirbelte das Spielgerät gekonnt um die Mauer auf den kurzen Pfosten, von wo er parallel zur Torlinie abprallend vor des Sturmtanks Knieaufhängung am oberen Schienbein klatschte. Was für ein Timing! 2:1. Das war´s. Abpfiff.
Am heutigen Nachmittag im Walpurgistal in Aktion:
Hatting, Timm, Bettendorf, Milo, Bratseth, Reinhardt, C.Neumann, Stroink (10. Dorok), P.Günster, Welzel & T.Schneider. - Fanblock: Gerd, die Schneiders sowie Totti sein Kollege seine Frau samt Kids. - Tore: 1:0 (62.) C.Neumann, Vorarbeit Reinhardt & P.Günster, 1:1 (66.) Kopfball nach einer Ecke, 2:1 (80.) T.Schneider per Schienbein nach Freistoß von Dorok.

Heute, aus gegebenem Anlass, keine Fotos.
Autor: M.L.
24.04.2010
Sturmtanks wurden nicht vermisst. - Welzel überzeugt in neuer Rolle.

Unersetzlich? - Die Herren Schneider & Ackermann mit selbstsicherem Blick, ein Bild aus besseren Tagen, wie es scheint. Auch der Bondscoach äußerte sich entsprechend: "Stammplatzgarantien? Die gibt´s bei mir nicht, höchstens auf der Ersatzbank!"
So soll es sein: Die Schlagzeilen für den Spielbericht gehören nach dem Match dem Schreiber ins Notizbuch diktiert. Und mit seltener Einmütigkeit war heute nach Spielschluss schnell klar, worauf sich alle einigen konnten. So lässt sich dann auch wesentlich unbelasteter die Feder schwingen. Denn: wer ist schon scharf darauf vom Mitstreiter aus dem eigenen Spielerkollektiv Haue angedroht zu bekommen, wie nach dem Verfassen der Hallenturnierimpressionen der Vorwoche geschehen. Zumal, wenn man keinen schlagkräftigen großen Bruder zur Hand hat oder belastendes, kompromittierendes Fotomaterial. Immerhin zeigte sich der Bondscoach nicht gänzlich unbeeindruckt vom drastischen Rundumschlag in der Vorwoche: Der Lange war wieder aufgetaucht und mit den Worten, "Na, dann zeig´ mal vorne, was Du drauf hast!", wurde er in die wieder mal verwaiste Sturmmitte beordert. Doch der Druck lastete sichtbar auf ihm und so sprangen zunächst andere in die Bresche, allen voran der Capitano und der Mann vom Ponyhof. Um die sechs Minuten waren gespielt, da verwertete Pico bereits eine Flanke von halbrechts zur 1:0 Führung. Zwölf Minuten später wurde eine erneute Flanke von der rechten Seite keine sichere Beute des Gästekeepers und Hansi lochte aus kurzer Distanz ein. 2:0. Beeindruckt zeigte sich RSC-Goalie Neumann vom dritten Streich. Ein Pass von Hansi brachte den Ballfreund ins Spiel und dessen Hereingabe wuchtete der erneut Angespielte in der 34.Minute zum 3:0 in die Maschen. "Ein echtes Pfund", meinte Olli. Kurz darauf hielten der gezerrte Ralle (für ihn war schon in Minute zehn der Bondscoach persönlich ins Spiel gekommen), Gerd und der wie immer elegant gekleidete Manni die heiß ersehnten Getränkeflaschen parat. Halbzeit. Nach dem Wechsel eröffnete dann der Bondscoach mit einem reichlich kurzen Rückpass auf Betti das Geschehen, der sich seinerseits nicht lumpen ließ, und demonstrierte, dass ein Rückpass zum Keeper noch langsamer geht. 1:3. Doch davon gänzlich unbeeindruckt, wartete schon zwei Minuten später das Tor des Tages auf die weiterhin gut unterhaltenen Zuschauer vor Jürgens Hütte. Eine butterweiche und genau getimete Rechtsflanke von Pletti nickte der Capitano schulmäßig zum 4:1 ein. So und nicht anders muss die Zeile lauten. Einhellige Meinung: Tor des Tages. In der 50. Minute kamen dann die auf ihren Einsatz brennenden Edelreservisten des Tages ins Spiel. Ballfreund Pletti und Zweifachtorschütze Hans "Pfund" Dorok machten für Bäder-Nobbi und den Schreiber Platz. Am Geschehen änderte sich wenig. Die Gäste litten weiter sichtlich unter ihrem Niveaugefälle in den eigenen Reihen und ihre drei wirklich Guten mühten sich oft vergeblich. In Minute 62 war es dann soweit: der Auftritt des Langen nahte: Ballannahme an der Mittellinie und ab ging´s Richtung HSV-Gehäuse. Wurde Gegenspieler Nummer eins noch zur Slalomstange degradiert, bedurfte es im Strafraum angekommen unbändiger Willenskraft um die Kugel doch noch zwischen zwei blau-goldgelbenen Abwehrkräften hindurch zu zwängen. Laber konnte sich die Ecke aussuchen, was er dann auch tat. Bald darauf wurde Schlepper über rechts frei gespielt, dessen weite Flanke in den 16er der Schreiber dann zum Lustschuss nutzte. Die vom linken Schienbein und Fußspitze ausgehende Klebe klatschte jedoch an den Pfosten. Trotzdem: ein hübscher Angriff. Zwölf Minuten vor dem Ende konnte dann der Capitano endlich seinen schier unersättlichen Torhunger am heutigen Tage stillen. Von Schlepper schön und selbstlos in Szene gesetzt, machte er seine Bude Nummer drei. In wohltuend harmonischer Atmosphäre war dann auch bald darauf Feierabend. Der Staub legte sich langsam auf die Platzanlage und die Sonne verschwand allmählich hinter´m Bahndamm.
Der Feinstaubbelastung bei sonnigen 20 Grad stellten sich heute im Walpurgistal: O.Neumann, Hildebrandt (10.Oberheiden), Bettendorf, Milo, Büser, Reinhardt, C.Neumann, Schlepper, Plettenberg (50.Timm), Dorok (50.Langenbach) & Welzel. - Fanblock: Gerd, Manni & Horst Schlemmer. - Tore: 1:0 (6.) Reinhardt, Schuss nach Flanke von halbrechts, 2:0 (18.) Dorok, Einschieben aus kurzer Distanz, 3:0 (34.) Dorok, "Pfund" nach Doppelpass mit Plettenberg und dessen Flanke von links, 3:1 (41.) nach kurzem Zuspiel von Oberheiden und noch kürzerem Rückpass von Bettendorf, 4:1 (43.) Reinhardt schulmäßig per Kopf nach ´buttaweicha´ Flanke von Plettenberg von rechts (Tor des Tages!), 5:1 (62.) C.Neumann aus kurzer Distanz nach unwiderstehlichem Solo von Welzel, 6:1 (68.) Reinhardt nach Vorarbeit von Schlepper.

Nach drei Buden heute zufriedener als am letzten Wandertag:
Alttrinker Reinhardt damals nicht wirklich amused über die neue Runde:
"Wer hat´n jetzt die Plörre bestellt?!"
Autor: M.L.
17.04.2010
Wie die Gott verdammten Italiener!

Buffon, Facchetti, Gattuso
Die wunderbare Welt des Alt-Herren Fußballs - 6. Auflage
Es war wie immer. Achim und der Bochumer hatten das Foyer samt Kuchentheke und Ausschank fest im Griff, Nobbi bediente das Mikro und ließ bisweilen großväterlich unter Zehnjährige unverständliche Ansagen machen, Lollek hatte wie stets den Profikaffeeautomaten besorgt, der leider noch nicht spricht und auch noch keinen Internetanschluss besitzt, Peter G. hatte Getränke durch die Gegend gefahren und Gerd Alles organisiert, besorgt und eingekauft. Und am Ende hieß der Sieger RSC. Als Gastgeber zu gewinnen, findet meine Frau peinlich, was vermutlich jedoch nur auf ihre katholische Erziehung zurückführen ist. Immer diese Moral! Obwohl: calvinistisch wäre noch schlimmer, die meinen das ja auch noch ernst…
Bei knapp 20 Grad Außentemperatur und herrlichstem Sonnenschein brachte das Auftaktmatch in den dunklen Katakomben am Lührmannwald keine Tore und eine Zerrung: RSC - Bredeney 0:0 und Peter G. musste für den Rest des Turniers passen. Der SVK, Borussia Byfang unter falscher Flagge sozusagen, brachte anschließend vier Aktive auf´s Parkett, von denen sich einer ebenso ruckzuck zerrte, was Lollek und Didinho für das gesamte Turnier in ungewohntem Rot als Teil einer SVK/RSC Kombination auflaufen ließ. Dasselbe galt für den Capitano im ersten Match der Mannschaft, das mit einem 2:0 gegen ESC Rellinghausen für die ersten Tore des Tages sorgte. Im zweiten RSC-Auftritt bewies Gianluigi Ackermann zwischen den Pfosten dann ungeahnte Keeperqualitäten. Nicht nur, dass er für verzweifelte Mienen im Dress der fusionierten Rellinghauser verantwortlich zeichnete; mit einem genial eingeleiteter Konter setzte er darüber hinaus den Sturmtank in Szene, der wiederum quer zum frei stehenden Capitano passte. Dass das anschließende, routinierte über Linie Drücken schon 50% der grün-weißen Torausbeute an diesem Nachmittag bedeutete, ahnte zu diesem Zeitpunkt noch Niemand… Der zweite SVK/RSC - Auftritt sah dann, genauso wie in den noch folgenden, auch noch Laber im roten Trikot, der jedoch weder mit Worten noch mit Taten eine 0:1 Niederlage gegen die Mannschaft des Rasen- und Wassersport Dellwig verhindern konnte. Inzwischen hatten unsere Freunde vom Krausen Bäumchen U40 Mann Dirk Neuse eingeflogen, dessen Mitwirken das Team zu einem satten 6:0 gegen Bredeney im nächsten Spiel beflügelte. Weiter auf den Spuren von Facchetti, Gattuso, Maldini und Buffon wandelte im Anschluss der Gastgeber. 0:0 gegen die SVK/RSC Kombination hieß es nach 15 Minuten, die außer einem weiterhin souveränen Ackermann im Kasten, einem Pfostentreffer des Schreibers und einer unsanften Landung von Lollek auf dem Unerbittlichen Ingo B. und dem harten Hallenboden nichts Weiteres für die Geschichtsbücher des Traditionsturniers beizutragen hatten. Einmal in Fahrt gekommen, sorgte die Rellinghauser Fünf danach für ein 4:0 gegen RuWa, ehe Labers 1:0 im letzten Match der SVK/RSC Kombination nicht für einen Platz auf dem Treppchen reichte. Vier Fortunen-Hütten in den letzten sechs Minuten hievten die Herren von der Meisenburgstraße am Ende auf Platz 3. So war dann vor dem letzten Match des Gastgebers gegen RuWa weiterhin alles offen. Ein Remis hätte der Rellinghauser Torfabrik zu Platz 1 gereicht, ein Sieg dem jeweiligen Gewinner. Lange stand auf beiden Seiten die Null, ehe Eisenfuß Heimbach drei Minuten vor dem Ende ein Zuspiel von Pletti mit der Picke zum 1:0 Endstand in die Maschen drosch. - Anschließend waltete Gerd seines Amtes, bedankte sich bei Schiedsrichtern und Hallenwart, überreichte dem Fortunen-Keeper Umschlag Nummer eins, und gab, wie im Vorjahr (und so kann es, wenn es nach uns geht für immer bleiben, Jungs) dem Zweiten, ESC Rellinghausen erneut die Gelegenheit, das ursprünglich überreichte Startgeld in Pils und Bockwurst einzutauschen. Der einzige, der was zu Nörgeln hatte, war dann wieder mal der Lange. Immer habe er hinten bleiben müssen, hat er bei Tottis Abendgrill gesagt. Ständig werde er von der Spielgestaltung abgehalten, während sich andere, deren Namen er nicht nennen wolle, einen Dreck um die gleich lautenden Anweisungen des Bondscoachs scheren würden, hat er gesagt. Er habe es satt, hat er gesagt. So satt! Wir haben ihm Bier besorgt, wir haben ihm Obstler besorgt. Wir haben ihm Wurst besorgt, wir haben ihm noch eine Wurst besorgt. Wir haben ihm Kotelett besorgt, wir haben ihm Steak besorgt. Doch geholfen hat alles nichts. Am Ende verlangte er die Schlachtung der Schokoladenosterhasen und machte sich auf den Weg in die Kinderzimmer… Von da an verliert sich jede Spur.
Für alle Statistikfreunde, hier noch einmal - alle Spiele, alle Tore:
Fortuna Bredeney - RSC 0:0, SV Kupferdreh/RSC Kombination - ESC Rellinghausen 06 2:0, RuWa Dellwig - Fortuna Bredeney 1:1, RSC - ESC Rellinghausen 06 1:0 (Tor: Reinhardt nach Querpass von T.Schneider und langem Ball von A.Günster), SV Kupferdreh/RSC Kombination - RuWa Dellwig 0:1, ESC Rellinghausen 06 - Fortuna Bredeney 6:0, RSC - SV Kupferdreh/RSC Kombination 0:0, ESC Rellinghausen 06 - RuWa Dellwig 4:0, Fortuna Bredeney - SV Kupferdreh/RSC Kombination 4:1, RuWa Dellwig - RSC 0:1 (Tor: Heimbach, Vorarbeit Plettenberg). - Endstand: 1. RSC 8 Pkte. 2:0 Tore, 2. ESC Rellinghausen 06 6 Pkte. 10:3 Tore, 3. Fortuna Bredeney 5 Pkte. 5:8 Tore, 4. SV Kupferdreh/RSC Kombination 4 Pkte. 3:5 Tore, 5. RuWa Dellwig 4 Pkte. 2:6 Tore.
In Grün-Weiß heute auf dem Parkett: A.Günster (ausnahmsweise zwischen den Pfosten), Heimbach, Büser, Welzel, Reinhardt, Plettenberg, T.Schneider, Langenbach, P.Günster, C.Neumann. Als Teil der SVK/RSC Mannschaft im Einsatz: Milo & Kupferoth (je 4mal), C.Neumann (3), Reinhardt (1). Bondscoach und als Taktiktrainer bei Udinese Calcio im Gespräch: Oberheiden. Organisation und Kümmerer um Alles: Gerd. Catering: Heymanns & Wienroth ("immer für Sie da"). The Voice: Timm. Haupttribüne: Stroink, Hildebrandt, Stepinho, Fe, HJK, HDS & Schlepper sowie diverse Schneiders und Günsters in der nächsten Generation.
AN ALLE GÄSTETEAMS, HARDCOREFANS & SCHIEDSRICHTER: DANKE FÜR´S KOMMEN!!!
Autor: M.L.
10.04.2010
Ein Nachmittag auf der Helmut Rahn Sportanlage

„Ist das nicht ´ne geile Gegnerauswahl dieses Jahr?!?“ - Der Capitano zwingt Laber zum Zuhören. Ein Bild mit Seltenheitswert. - Samstag, 10.04.2010, 16.58 Uhr, Helmut Rahn Sportanlage, Essen-Frohnhausen.
Der Gegner kündigte vor dem Spiel an, mit einer neuartigen 4-4-4 Taktik aufwarten zu wollen. Der RSC hielt mit dem gewohnten "zwei Manndecker, einer vorne und alle anderen machen den Rest" dagegen. Die auffälligsten Akteure am heutigen Nachmittag: Der gegnerische Keeper, weil bester Mann auf dem Platz, P. Günster, ein Tor, vier Fouls, R. Hildebrandt ungeschwitzt und trotzdem unüberwindlich und die VfB - Nummer 7, weil er seine Tabletten morgens nicht genommen hatte. Die Statistik des Spiels: durchschnittliche Laufleistung 27,8 %, Chancenverhältnis 24:5, gefühlter Ballbesitz 70:30, Kinder im Fanblock 7:0, Nachfahren polnischer Einwanderer in den eigenen Reihen 0:1 (Arndt Cziborra), Nachfahren polnischer Einwanderer auf den Stehrängen 0:1 (Rainer Cziborra), Fehlpässe 64:36, Tore 4:3.
Peter Günster eröffnete den Torreigen in der 14.Minute. Quer durch den Strafraum lief die Kugel unausweichlich in seine Richtung. Ein Hieb mit links, drin war sie. Was folgte waren erhebliche mentale Probleme auf grün-weißer Seite ("Die laufen eh nicht allzu viel, die haben wir im Sack!"), mit unansehnlichen Konsequenzen für den erwartungsfroh gestimmten Anhang. Nennen wir es schlicht Grottenkick. Fehlpässe zuhauf, stürmende Verteidiger, eben das volle Programm. So machte der Gegner aus einer Chance zwei Tore, eine weitere rauschte am langen Pfosten vorbei. Sturmtank Schneider, nach dem Spiel mit einer knallharten Selbstanalyse aufwartend ("Ich hab´ heute die meisten Meter gemacht!") und auf dem Felde stets und ausschließlich zwischen gegnerischem Fünfer und gegnerischem 16er rochierend, wuchtete noch vor der Pause die Kugel zielsicher aus drei Metern zum Ausgleich in die Maschen. Zuvor hatten sich die Herren Heimbach und Schlepper bereits vergeblich an der Überwindung der blauen Wand vor der Torlinie versucht.

Konnte nicht zufrieden sein mit Halbzeit eins und war auch nicht zufrieden: Bondscoach Peter O.
In der zweiten Hälfte wurden dann die Fehlpässe durch das Auslassen von Torchancen ersetzt. Für Unterhaltung war also gesorgt. Einzig Pletti, dessen Freund der Ball in Halbzeit zwei ihm endlich auch wieder gehorchte, schaffte es, das heute ca. viermal ausgetauschte Spielgerät (zum Glück blieb die zum Warmmachen kredenzte graue Eisenkugel wie vom Erdboden verschluckt) im gegnerischen Kasten unterzubringen, und das gleich zweimal. - In der 58. Minute gelangte der Ball über die hübsche Ballstafette Schreiber - Günster - Schreiber zu Schlepper, dem Mann auf der rechten Außenbahn, der ihn wiederum elegant zu Pletti in den Strafraum weiterleitete. Von rechts kommend war das kurze Eck die erfolgreiche Variante. Neun Minuten später ging eine frühzeitige Ballannahme im Mittelfeld mit anschließendem mehrfachem Streicheln dem Vollzug zum 4:2 voraus. Das 3:4 zwei Minuten vor dem Ende entsprang einem Freistoß aus dem Halbfeld, irgendeiner war mal wieder einem anderen unbeholfen in die Hacken gelaufen. Sah jedenfalls ziemlich unelegant aus. Auf alle Fälle holte Oli mit seiner ca. fünften Ballberührung in der zweiten Hälfte die Kugel aus dem Netz. Kurz darauf hatte der Spielleiter ein Einsehen.
Auf Platz 2 der Helmut Rahn Sportanlage fanden sich heute ein: O.Neumann, Hildebrandt, Langenbach, Milo (51.Timm), Heimbach, Reinhardt, Schlepper, C.Neumann, P.Günster, Plettenberg & T.Schneider. - Bondscoach: Oberheiden. Fanblock: Manni, Horst Schlemmer & Ackermann mit Knie. Anwesender, aber zum Glück nicht wirklich zuschauernder Nachwuchs (U7 bis U14): Schneider (2), A.Günster (1), P.Günster (1), C.Neumann (2), O.Neumann (1). - Tore: 1:0 (14.) P.Günster humorlos von halblinks, 1:1 (22.) Heber nach ziemlicher Unordnung, 1:2 (29.) nach Vorlage in den Strafraum und vermehrt den Gegner suchendem und findendem Passspiel in Grün-Weiß, 2:2 (34.) T.Schneider, auch humorlos, im dritten Anlauf aus drei Metern, 3:2 (58.) Plettenberg von rechts nach Pass von Schlepper, 4:2 (67.) Plettenberg nach Streicheln rechts unten rein, 3:4 (78.) aus kurzer Distanz nach Freistoß in den 16er.

Der mit ohne Streifen traf zum 1:0.
Der andere verhinderte unfreiwilliges Umfallen. Die Erfolgsfüße des Peter G.
Autor: M.L.
20.03.2010
Pasquale Passarelli reloaded!

Dank Olli und Uli gibt´s auch heute einen Spielbericht. Beginnen wir mit der Einzelkritik unseres Keepers. Der sah mit seiner Torverhinderungsbrille die Abwehrrecken Hildebrandt und Welzel mit einer Top-Leistung am heutigen Tag! Porne-Ralle und Gevatter Herbergsvatter hätten die gegnerischen Offensivkräfte famos an die Kette gelegt. Ein gewohnt solider Part von Betti hätte die gute Abwehrleistung komplettiert, außerdem habe der Unimann ihm die Gelegenheit zu geben, sich nach einer Kopfballrückgabe vor der Weltöffentlichkeit mit einer offensichtlich optisch ansprechenden Flugeinlage auszuzeichnen. Nachdem der Gastgeber zunächst besser ins Spiel gefunden habe und nach mehreren im Strafraum herumschwirrenden Schussversuchen in der 12. Minute zur Führung einlochen konnte, habe dann der RSC mit geschickter 3-1-5-1 - Taktik allmählich die Spielkontrolle übernommen. Es folgte die Beschreibung einer vergebenen Großchance in einer nicht genannten Minute der ersten Hälfte, deren Anschaulichkeit an dieser Stelle eine wörtliche Widergabe verlangt. Wohl an: "Schlepper geht links durch und schiebt den Ball in Höhe des Fünfers quer auf den freistehenden Didinho, der (…) zu einem Hackentritt ansetzt, den der gegnerische Keeper jedoch halten kann. Gott sei Dank hat sich Didinho bei dieser Aktion nicht verletzt." Auch der Eisenfuß bescheinigte Schlepper an diesem Tag eine ca. 15 km - Laufleistung, deren gewinnbringender Ertrag jedoch nicht ganz im richtigen Verhältnis zum betriebenen Aufwand gestanden habe… Ein uneingeschränktes "Chapeau" habe demgegenüber der Gesamtauftritt von Ballfreund Pletti am heutigen Tage verdient (Zitat: "Ganz stark hinter den Spitzen!), der den wie eh und je stets etwas unentspannt auf dem Platz wirkenden Ex-RSCler Rainer "Zucker" Kandorf in Reihen der Preußen zum Versuch einer körpernaheren Beschattung veranlasst habe. Ein Pletti-Pass aus der Tiefe des Raumes setzte dann in der 29. Min. auch den Capitano in Szene, der an der Mittellinie die Kugel aufnehmend sich hurtig Richtung ESC-Gehäuse auf den Weg machte. Originalkommentar O.Neumann: "Pico stürmt vom Gegner verfolgt alleine von der Mittellinie bis in den 16er und will einen Riesenkracher ablassen. Dabei tritt er in den Boden, der Ball holpert auf den Torwart zu, tippt vor diesen noch einmal auf und" (um es abzukürzen) es stand 1:1. Zuvor habe der in diesem Fall natürlich unglücklich aussehende Preußen-Keeper durchaus gute Paraden zum Besten gegeben. Dasselbe gelte für die zweiten 40 Minuten, in deren Verlauf zunächst aber auch einige ansehnliche Chancen auf grün-weißer Seite ohne finales Eingreifen der Gastgeber wenig zielstrebig versemmelt worden seien. Irgendwann im Verlauf der zweiten Hälfte habe sich dann der Preußenmann zwischen den Pfosten darüber hinaus auch kreativ der in Rugby angesiedelten Anfänge unseres Geliebten Sports besonnen. Nach dem alten Türsteher-Motto "Du kommst hier net rein!" verwehrte er im Stile von Winfried Dietrich und Pasquale Passarelli Ballfreund Plettenberg den Zutritt zum Strafraum, anstatt diesem mit großer Geste Geleit zu geben und Beifall zu klatschen ob seines vorzüglichen Solos. Dies bot allerdings wiederum uns die Gelegenheit, Beispiel gebend zu zeigen, was unter Souveränität zu verstehen ist. Anstatt in kleinkariertes Lamento zu verfallen, wurde der Bitte des Unparteiischen großherzig entsprochen und auf das Einfordern der fälligen roten Karte für die heimische Nummer 1 verzichtet. Wahrscheinlich hat die sich den zuletzt mit 9,5 Mann agierenden Gastgebern anschließend gegebene Chance, z. B. per absichtlichem Handspiel im 16er eine Elfmeterentscheidung herbei zu führen, zuviel Spontaneität & geistige Flexibilität abverlangt. Schade! Aber beim nächsten Mal, gelle? Da der Lord von oben dem Match am Sabbat aber offensichtlich eine gewisse Aufmerksamkeit widmete, ließ er dann einige Zeit später vorösterliche Gerechtigkeit walten (72. Min.). Als Eisenfuß Heimbach, der Mann ohne Aufgabe, sich an der linken Kante zu einer wuchtigen Hereingabe entschied, beschloss unser aller Gebieter: "So. Die geht jetzt rein!". Und also geschah es. Über den sich reckenden Mann aus Rugby senkte sich die Kugel zum 2:1 in die Maschen. Fünfter Sieg im fünften Spiel. Es wird Zeit für die T-Shirts.
Die vormals uneinnehmbare Festung Seumannstraße enterten heute: O.Neumann, Hildebrandt, Welzel, Bettendorf, Heimbach - Reinhardt, Schlepper, C.Neumann, Oberheiden (41. Timm), Plettenberg & Milo.
Fanblock: Gerd "Cash" Böning, Horst Schlemmer, Schneider I, II und III. sowie Eisenfuß sein Sohn.
Tore: 0:1 (12.) aus zehn Metern ins Eck, 1:1 (29.) Reinhardt per tückischem Aufsetzer nach Solo von der Mittellinie und Pass von Plettenberg aus der Tiefe des Raumes, 2:1 (72.) Heimbach mit einem genialen Moment im Auftrag des Herrn.

Gemeinsam in die Bezirksliga. Vl.n.r. die Herren Bettendorf, Reinhardt, Langenbach und Klein sowie nunmehr Preuße Rainer "Zucker" Kandorf im Aufstiegjahr 1982.
Autor: M.L.
13.03.2010
Stroink sieht Gelb!
Es war die 36. Spielminute. Unsanft war die Landung gewesen und groß der Frust. Unmittelbar vor der Einleitung eines genialen Konters jäh gestoppt von einer ungelenken Bewegung eines gastgebenden Mittelfeldakteurs, da konnte selbst er nicht mehr an sich halten. Es musste raus und der Unparteiische war der Adressat. Dieser zeigte sich zwar verständnisvoll, ob des Anlasses, durfte Unflätiges jedoch qua seines Amtes nicht dulden. Gelb für Stroink! - Letztlich konnte jedoch selbst dies nicht von der routinierten Ausstrahlung und Ballsicherheit knapper sechs Fußballjahrzehnte ablenken, die er heute im Mittelfeld unter Beweis stellte. Mit zunehmender Spieldauer wuchs er immer mehr hinein in die Rolle des zentralen Ballverteilers. Hut ab, Manni! (Wo bleibt der Kasten?!?)
O.Neumann: Opfer unberechenbarer Thermik!
Danach, dass es erneut zu einem Dreier reichen sollte, sah es zunächst jedoch nicht aus. Seltsam unkonzentriert wurde die Schuld für wenig zielstrebige Aktionen bei Ball und Boden gesucht, anstatt den Neigungswinkel der eigenen Fußaufhängung oder O.Neumann dafür verantwortlich zu machen! In weiser Voraussicht, die eigenen Sportkameraden von einem drohenden Hadern mit allem Möglichen abhalten zu wollen, gab er aufopferungsvoll die Steilvorlage zu einem "ja, gebt mir die Schuld, es liegt an mir!" Der flüchtige Beobachter allerdings sah ihn in der 18. Minute jedoch nur als Opfer einer erbarmungslos zuschlagenden Thermik, die dafür sorgte, dass sich ein gefühlter 40 Meter Heber des heimischen Sturmtanks unters Gebälk in die grün-weißen Maschen senkte. Von wegen Sturmtank: In Ermangelung selbiger zauberte der Bondscoach eine hochflexible 4-6-0 Taktik aus dem Ärmel. Und der weitere Verlauf des Spiels an der ein gewisses Ost-Flair verbreitenden Platzanlage an der Levinstraße sollte ihm Recht geben. Plettenberg mit dem Außenriss - jawohl(!), mit dem Außenriss(!) - und C.Neumann - nach Passgabe beim Ausgleich - in Minute 39 nun himself, sorgten für Pausenführung und Endstand. Schwung und Schmiss in Hälfte zwo kamen eigentlich nur noch einmal in den letzten Minuten auf. Olli machte gleich mehrfach seinen Fehler wieder gut und auf der Gegenseite hatte eine Minute vor dem Ende nur der Pfosten etwas gegen die Krönung einer C.Neumannschen Energieleistung, der noch einmal Alles aus seinem Ampütte geschwächten Körper herausholte und eine Vorlage des Schreibers in den Lauf mit letztem Einsatz in Richtung RuWa Gehäuse wuchtete. Dann war Schluss. - Ein Dank geht noch an den Mann an der Pfeife! Zuvor bereits in der Freizeitliga aktiv, hatte er sich sofort bereit erklärt, den durch Abwesenheit glänzenden und vermutlich durch die Amerell Affäre völlig verunsicherten Mann vom Kreis zu vertreten.
Im für Fantasiebegabte noch erahnbaren Schatten der seit langem nicht mehr existierenden Zeche Levin fanden sich heute ein: O.Neumann, Welzel, Bettendorf, Büser, Heimbach (70. Reinhardt), Brott, Stroink, Reinhardt (52. Langenbach), Plettenberg, C.Neumann & Duruk.
Bondscoach: Oberheiden.
Fanblock: Nobbi "Bad-Mann" Timm & Gerd, heute ohne Zahlungserinnerungen.
Tore:
0:1 (18.) Schuss aus dem Halbfeld über den verdutzten O.Neumann hinweg, 1:1 (29.) Plettenberg mit dem Außenriss(!) nach Pass von C. Neumann, 2:1 (39.) C.Neumann flach ins Eck nach Kopfballvorlage von Bettendorf.
Was als hoffnungsvolles Talent begann, endete heute fast mit einem Eklat beim Alte Herren Spiel: Sportkamerad M. Stroink im Jahre 1972 als frisch gebackener Verbandsliga-Aufsteiger, stehend als Dritter von links im schmucken Trainingsanzug, rechts neben dem KPD-Abgeordneten mit Kappe.
Zweiter von links hockend im Übrigen: RSC-Legende "Ata" Thamm!
Autor: M.L.
27.02.2010
20.02.2010
"Ich dachte, wir reden jetzt mal ernst!" - "Wie jetzt?!?"
23.01.2010
„UNBESIEGT 2010!“

Die Idee kommt von Kleini: Alle weiteren dreißig Partien des Jahres absagen, T-Shirts bedrucken mit so was wie „UNBESIEGT 2010!“ oder so ähnlich und ab auf Mannschaftsfahrt. Alternativ - Vorschlag: „UNBESIEGT 2011!“ drauf drucken und die ganze Saison über schon mal tragen! - Auch wenn der Gegner, wie angekündigt, als reine Ü40 Alt-Liga Truppe auflief, das Ergebnis heute rechtfertigte in jedem Fall die für einige überraschende kurzfristige Absage des Trainingslagers auf Dubai und die regelmäßigen mittwöchlichen Spieleinheiten an der Schürmannstraße: 3:1, der erste Sieg seit Oktober. Und: es hätte sogar auch noch mehr sein können, wenn einige Herren in der Offensive ihr Sehvermögen und die hierfür vorgesehenen Sinnesorgane auch genutzt hätten. Aber da wollen wir heute mal nicht so kleinlich sein…
19.12.2009
Ihr seid Sommerfußballer und wir nicht!
05.12.2009
7 + 4 = 11
Im Vorfeld hatte es offensichtlich erhebliche Kommunikationsprobleme gegeben. Dabei bietet die Telekom die entsprechenden Daten inklusive persönlicher Bankverbindungen doch zu Schleuderpreisen an! Vielleicht hatte es aber auch mit der mentalen Vorbereitung und der Klärung der Kleiderfrage für den abendlichen Weihnachtsevent zu tun, dass sich, um es in Mythen und Kultstatus produzierendem Sprachduktus zu formulieren, nur "sieben Aufrechte Rüttenscheider" im Walpurgistal einfanden, während der Gegner gleich mit mehreren Bussen aus dem Essener Osten angereist kam. Während es vereinzelte Truppen gibt, die in dieser Situation munter durchrotierend die sich bietenden Freiräume mit 11-7 nutzen würden, zeigten sich die Leither Gäste aufmerksam und großzügig ("sach´ ma´, wie viel braucht ihr?") und schickten gleich vier Mitspieler zum Umziehen in die RSC-Kabine. Danke noch mal dafür, das macht nicht jeder! - So wurde die RSC-Sieben verstärkt von einem von Weitem an den Bondscoach erinnernden letzten Mann, dem Hektik so fern zu liegen schien wie Laber das Schweigen, einem auf Diät befindlichen Spielreporter sowie zwei durchaus agilen Mittelfeldakteuren, an denen es in grün-weiß heute besonders mangelte, zumal Laber mit erheblichen neurologischen Problemen und - nach eigener Aussage - einem ihm nicht gefügigen Spielgerät zu kämpfen hatte. So entspann sich ein freundschaftlicher Kick mit munteren Offensivaktionen, der nach der 1:0 Gästeführung in der 10.Minute, Sturmtank Schneider fünf Minuten später ein erstes Erfolgserlebnis nach längerer Durststrecke bescherte (ungewöhnlich in der Alte Herren Welt: "Durststrecke"); der Unerbittliche hatte von außen aufgelegt. Einmal in Schwung gekommen, legte Thorsten "Toto Scilacci" Schneider vier Minuten später gleich noch mal nach. 2:1 für Grün-weiß. Aber auch die Mittelfeldgastspieler ließen sich nicht lumpen und einer von ihnen markierte in der 25. Minute Treffer Nummer drei. Dies wiederum wollten die eigenen Kameraden dann offensichtlich doch nicht ganz so stehen lassen. Buden zum 3:2 (30.Min.), 3:3 (40.Min.) und 3:4 (59.Min.) wiesen dann bereits auf einen Gästesieg hin, ehe die RSC/SVL - Kombination durch Ingos entschlossenen Einsatz eine Minute vor dem Ende doch noch zum Ausgleich kam. - Anschließend hieß es dann hurtig unter die Dusche, denn um 18.15 Uhr stand die Abfahrt zum Wanner Mondpalast auf dem Programm. Vorbei an blinkenden Baustellenlämpchen, roten Bremslichtern und bunten, kulturhauptstadtinspirierten Schallschutzabdeckungen ging es zu einer Art Ruhrpott-Ohnesorg in die heimliche Metropole des östlichen Ruhrgebiets. Auf der Rückfahrt wurde der Busmann an der Stätte des letzten RSC-Triumpfs vorbei durch Bochum-Hofstede Richtung "Brenner" dirigiert. Gemeinsam. Denn, was hatten wir aus dem feil gebotenen Stück des Abends vor allem mitgenommen: Alleine Trinken macht einsam und hakan dicht!

2 x 35 Minuten gaben sich heute: Welzel - Heimbach, Büser, Milo - Reinhardt, C. Neumann, - T. Schneider mit freundlicher Unterstützung von gleich vier SVL-Aktiven (- noch mal: Danke!). - Bondscoach: Oberheiden. Betreuung: Gerd. Fanblock: HJK (ab 36.) und der Schreiber (ab 67.). -
Tore: 0:1 (10. Min.), 1:1 (15. Min.) Thorsten Schneider (Vorarbeit Büser), 2:1 (19. Min.) Thorsten Schneider zum Zweiten, 3:1 (25.Min.) Gastmann, 3:2 (30.Min.), 3:3 (40.Min.), 3:4 (59.Min.), 4:4 Büser (69.Min.).
Autor: M.L.
28.11.2009

Der Capitano brachte es nach Spielschluss auf den Punkt: "Der Wettskandal macht auch vor dem Alte Herren Fußball nicht halt!". Er sprach damit aus, was alle dachten: das Geschehen in der 52. Minute konnte nicht mit rechten Dingen zugegangen sein. Doch was war geschehen? HJK, der, wo so heißt, wie der Topclub der finnischen Hauptstadt, passte halb quer, halb zurück und eröffnete somit ein wahrlich magisches Viereck: Das Spielgerät, der Unerbittliche, der Schreiber und der Angreifer. Gut, Letzterer war nicht sofort anwesend, aber er muss etwas geahnt haben, denn mir nichts dir nichts schnappte er sich die Kugel und machte ihn rein. Und die Herren Verteidiger? "Nicht einig gewesen" seien sie sich, es habe "Kommunikationsprobleme" gegeben, hieß es, und man "hätte sprechen" sollen. - Das wäre Laber im Übrigen nie passiert: "Hätte…". - Abgesehen davon, dass Wegpölen in aller Regel effektiver ist beim Tore Verhindern als "Sprechen", hat denn Niemand die Dollarzeichen in den Augen der Beteiligten bemerkt? Und was ist mit den koreanischen Kleinwagen mit kroatischen Kennzeichen vor der Sportplatzanlage? Inhaber solcher Schüsseln gehen doch nicht zur Motorshow in die Grugahalle. Da muss nur Eins und Eins zusammen gezählt werden. Irgendein Hong Kong Pfui im fernen Osten hat sich zur gleichen Zeit die Hände gerieben und seiner Drittfrau den Hintern getätschelt: 52. Minute, 3:1. Bingo! - Nach dem Spiel war Keiner der Beteiligten bereit, vor dem Mikrofon Stellung zu nehmen. Doch hinter den Kulissen ist bereits von vernichteten Videobändern und eingeschalteter Staatsanwaltschaft die Rede. Wir werden weiter recherchieren und Ihnen Ihre Meinung bilden.
21.11.2009
Da war mehr drin
Ruckzuck stand es 0:1. Der Angriff der Gäste kam über rechts, der Abschluss hoch ins kurze Eck ebenfalls. Das 19er Mittelfeld bewegte sich viel, doch nach dem frühen Rückstand und mit dann auch "zehn gegen elf" gelang es die Defensive zu stabilisieren und klarere Aktionen vorzutragen. Nach einer weiteren guten Chance der Gäste hatten sich 10 Minuten vor dem Wechsel alle schon mental auf´s Beglückwünschen und Abklatschen eingestimmt als der Sturmtank eine Vorlage von Svenni ("Ma") Beeker aus kurzer Distanz überraschend an die Latte bugsierte und sich vermutlich wohl kurzfristig an der Hafenstraße wähnte. - Die ersten Minuten nach dem Wiederanpfiff haben von grün-weißer Seite vermutlich etwas unkonzentriert gewirkt (sah aber nur so aus), dann jedoch ging es ähnlich weiter wie in den ersten vierzig Minuten. Die Katernberger erwiesen sich als durchaus quirlig und mit ihrer Nummer "15" hatten sie einen Mann in ihren Reihen, der einfach zu schnell war, wenn er auch nicht ganz die Antrittsqualitäten eines Lars Krüger aufzuweisen hatte, wie der Capitano nach Spielschluss wissend zu Protokoll gab. Zwei 19er Offensivaktionen endeten knapp über der Latte, zwei weitere wurden kurz vor dem finalen Abschluss vereitelt, doch auch auf der anderen Seite mehrten sich die Gelegenheiten. In entscheidenden Momenten war jedoch eine gewisse, nennen wir es mal "Umständlichkeit" nicht zu verkennen. (Liebe Angreifer: "Hirn aus, Kugel rein!"). Dann zielte Pletti aus knapp zwölf Metern flach ins Eck, doch der Gästekeeper tauchte in dieselbige ab und verhinderte den Einschlag zum Ausgleich.
14.11.2009
07.11.2009
Schwamm drüber

Die ersten zehn Minuten waren OK. Vielleicht auch noch die nächsten fünf. Dann zeigten wir allen, dass wir das, was die Roten können, schon lange drauf haben. Wie titelte die Lokalpresse heute Morgen angesichts des gestrigen Hafenstraßenkicks gegen MG II: "Einfach nur grausam!" - Gutes Stichwort. Gerade sehe ich, wie ein Kandidat bei "Wetten dass …" mit einem Bagger Basketbälle in den eigens aufgestellten Korb versenkt. Gottschalk scheint eine Art Rock zu tragen. Mein Sohn sagt:" Vorher war Arschabdrücke Erraten. Vier von fünf." Transparente werden im Publikum ausgerollt: "Schmitshausen grüßt Ralf". Ralf ist der Baggerfahrer. Das ist Samstagabendunterhaltung! Dafür überweisen wir gerne unsere €uros quartalsweise an die GEZ! - So. Geschafft. Nur nicht über das Spiel schreiben. - Es hätte auch was über Patrick oder Bernd das Brot sein können. Aber die kriegen ja nichts von der GEZ. - Aber von wegen GEZ und Bernd das Brot. Eigentlich bleibt ja jetzt Zeit & Raum für einen kleinen offenen Brief an unser aller Steffen Simon. Längst überfällig.
31.10.2009
Spielkulturhauptstadt 2009
Eindrucksvolle Bilder von der Bezirkssportanlage Gemeindestraße in Bochum - Hofstede.
24.10.2009
Mindestens eine Nummer zu groß
12.09.2009
Hat Gott einen Zoom? - Philosophischer Grundkurs in zwei Akten.
Der Ort, der anders heißt, als wo er ist: Der Frintroper Wasserturm in Bedingrade
05.09.2009
R. Töpper aus Wien
(Leserbrief - Unterschriftsfake im Kicker, schon länger her …)
Bei der Geburt getrennt: R. Töpperwien (linkes Bild) bei tief gehenden Recherchen und T. Schneider (hier im Bild rechts), nachdem Mitspieler Axel G. sich zweifelnd zum Thema Wiederaufstieg der Roten geäußert hatte.
22.08.2009
Schatz, ich hab´ Kopfschmerzen, heute nich´. Echt.
21.08.2009
Fußball im Zeichen von Schweinegrippe & Finanzkrise
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Wer gegen die Frintroper Adler viermal budet und Keinen zulässt, der ist mindestens eine Nummer zu groß für uns angehende Ü60. Auch ohne die Herren Maubach, Neuse & Co bewiesen dies heute die AH I. vom Krausen Bäumchen. - Doch mögen sie zwar über einen schier unerschöpflichen Quell hoffnungsvoller Talente unter 40 verfügen ("Da wächst was nach!"), die dann auch vom Anfang bis zum Ende das Spiel bestimmten und den Spielbericht heute zu einer überschaubaren Angelegenheit machen, dafür haben wir aber die schönere Platzanlage! ("Ätsch!"). - Nach klarer läuferischer ESC-Überlegenheit bereits in den Anfangsminuten brachte nach knapp 25 Minuten der berühmt berüchtigte Stellungsfehler in der Abwehr, so etwas wie der Karies unter den Gegentrefferanalysen, den Gast mit 1:0 in Führung. Gute zehn Minuten später schickte Andreas B. den gegnerischen Landesligatrainer im eigenen Strafraum auf die Asche, was Treffer Nummer zwei nach sich zog. Noch vor der Pause folgte dann der dritte Streich.
Zunächst die Kurzversion der gesammelten Korrespondentenberichte: 2 x 40 Minuten spielen? Och nöö, 2 x 30 reichen. - Tore machen? Ach nee, muss ja nich´, lieber nur spielen. - Nimmst Du ihn? Nee, Du, oder? - Für diejenigen, die noch mehr wissen wollen, das Ganze in Länger: Der Gegner kam zu zehnt, der Schiri suchte (und fand) schnell seinen Schattenplatz und angesichts des zweiten Matches in gerade mal 20 Stunden war man sich schnell einig: 2 x 30 Minuten reichen. Auch dem wieder mal "über tage" weilenden Grabschänder kam dies aufgrund eklatanter Konditionsrückstände ganz gelegen. - Es dauerte eine knappe Viertelstunde, ehe der weiße Brasilianer das erste Mal zuschlug. Vermutlich Svenni Hanni Beeker war - wie genau wusste beim Abendgrillen keiner mehr - zuvor zuletzt am Ball. "Irgendwie"… Fünf Minuten später hieß es "Doppelpack". Ackermann hatte gekonnt von außen geflankt, und Stepinho nickte ein. Ins Tor. Wiederum fünf Minuten später war Oli dann das erste Mal geschlagen. Er sei eindeutig und unzweifelhaft schneller als eine Bahnschranke unten gewesen, aber der Schuss sei dermaßen fies und hinterhältig aufgesprungen, da war er drin. Ob die Gäste zu dem Zeitpunkt bereits nur noch zu acht waren, konnte am Abend auch keiner mehr sagen. In Halbzeit zwei waren sie es jedenfalls. Da Sorglosigkeit C. Neumann ja so etwas von fremd ist, ist es kaum vorstellbar, dass sie etwas mit dem Ausgleich zu tun gehabt haben soll. Auf alle Fälle hätten sie sich unterhalten. Oli und er. D.h. sogar Oli sei zu Wort gekommen. Und dabei müssen sie irgendwie nicht richtig aufgepasst haben und schwupp hieß es 2:2. Natürlich, "natürlich!" habe man vorne Chancen für zwei bis vier Spiele versiebt. "Topflanken" (sieht komisch aus, ich weiß. Also "Top-Flanken", nicht "Topfpflanzen") seien es gewesen, mal von links, mal von rechts, aber irgendwie wollte eben keiner so richtig. Sven habe sogar vom gegnerischen Fünfer aus den verdutzen Uli H. an der Eckfahne angespielt. Anschließend sei er sich selbst ein Rätsel gewesen. Und dann sei einfach schon Schluss gewesen, nachdem in den letzten Minuten sogar noch durch gezielte Sonneneinstrahlung hervorgerufene, gefährliche Netzhautreizungen im SVK-16er die fällige Führung verhindert hätten. Es kam eben alles zusammen. Müde, zuviel Sonne, Kopfschmerzen…, heute eben nicht.











